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Boden und Grundwasser (Immissionen)

Militärregion Kaiserslautern: Umweltbelastungen durch Schadstoffe werden vertuscht

Vorhandene Belastungen im Boden und Grundwasser führen derzeit bereits zu gesundheitlichen Belastungen der Menschen in der Region. Niedergelassene Ärzte tun sich allerdings schwer, durch Umwelteinflüsse bedingte Krankheiten als solche zu diagnostizieren und öffentlich zu machen. Hier gibt es eine offensichtliche Angst vor dem Verlust von Privatpatienten, was kein Arzt riskieren möchte.

Notwendig wäre hier auch ein Kataster der bereits vorhandenen Umwelt-Altlasten. Diese gibt es zwar ansatzweise für die Air Base in Ramstein selbst, nicht jedoch für die anderen der hier genannten Liegenschaften.

Derzeit entsteht in Weilerbach, in unmittelbarer Nähe der Air Base Ramstein, das größte US-Militärhospital außerhalb der USA. Der Neubau soll das vorhandene US-Krankenhaus in Landstuhl ersetzen. Die Kosten hierfür sind mit knapp einer Milliarde US-Dollar veranschlagt. Die Planungskosten von 150 Millionen Euro werden dabei in vollem Umfang von der Bundesrepublik Deutschland übernommen. Der Neubau gefährdet das Grundwasser in einem wichtigen Wasserschutzgebiet der Region. Die Abwässer des US-Militärhospitals, in dem auch gefährliche, ansteckende, seuchenartig auftretende Krankheiten behandelt werden sollen, werden über das öffentlichen Abwassernetz in die Kläranlage der Stadt Kaiserslautern gepumpt. Durch das Fällen von 49 ha Wald geht nicht nur Lebensraum für geschützte Tiere und Pflanzen, sondern auch eine Lärmschutzfunktion verloren. Alle Einsprüche gegen das Bauvorhaben wurden abgewiesen.

Quelle: Widerstand gegen Militärbasen, Broschüre der Kampagne Stopp Air Base Ramstein (W. Jung)

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