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Widerstand weltweit vor Ort

Okinawa: Zehntausende protestieren gegen Verlegung der US Militärbasis in die Henoko Bucht und die damit verbundenen Umweltschäden


Foto: Screenshot aus Video von Hiroji Yamashiro, gezeigt auf Dublin Conference against US and NATO bases, am 17.11.2018

Demonstrators endured pouring rain ahead of an advancing typhoon to express their opposition to the US Marine base. Tokyo plans to begin pouring landfill for the new site in the coming days but opponents vow to block it.
dw.com (11.8.2018)

Im Umfeld des Küstendorfes Henoko sind bereits zwei US-Militärbasen vorhanden. Mit der vorgesehenen neuen Militärbasis würden gravierende Umweltschäden verursacht, vor allem durch die Zerstörung vorhandener Korallenriffe vor der Küste. In der Henoko-Bucht leben 5.800 Tierarten, wovon bereits zahlreiche vom Aussterben bedroht sind.
Die hier vorgesehene Start- und Landebahn soll Offshore gebaut werden soll. Dazu wären aber 35 Millionen Tonnen Erde und Sand ins Meer zu schütten. Der größte Teil dieser Masse müsste zudem von außen transportiert werden. Auch dort gibt es bereits Protestaktionen mit dem Motto: „Kein Korn Sand für den Krieg“.

Quelle: Widerstand gegen Militärbasen (Hrsg.: Kampagne Stopp Air Base Ramstein - Nov. 2017)


Sizilien:  No M.U.O.S.

No MUOS ist eine sizilianische Bewegung, die für eine Entmilitarisierung Siziliens mit seinen zahlreichen US- und NATO-Stützpunkten und insbesondere für eine Schließung der sich auf einem US-Militärstützpunkt befindlichen Radar- und Sendeanlagen des neuen Satellitenkommunikationssystems Mobile User Objective System (MUOS) kämpft. No MUOS kritisiert, dass das Satellitenkommunikationssystem MUOS mit seinen Überwachungs- und Aufklärungstechnologien sowohl den Weltfrieden als auch die Umwelt und die Gesundheit der einheimischen Bevölkerung bedroht.

Demonstration am 13.3.2013 vor Ort, Quelle: Flickr

Was neben der militärischen Bedrohung viele No MUOS-AktivistInnen zur Teilnahme an den Protesten antreibt, ist auch die Sorge um ihre Gesundheit und den Fortbestand des berühmten Korkeichenwaldes von Niscemi. Das von der Militärbasis ausgehende starke elektromagnetische Feld beeinträchtigt laut einer wissenschaftlichen Studie der Universität Turin tatsächlich die Gesundheit der AnwohnerInnen, das Öko­system und die Qualität der Agrarprodukte. So ist unter anderem eine deutliche Zunahme von Schilddrüsen- und Hodenkrebs sowie Leukämie und anderen alarmierenden Krankheiten bei der örtlichen Bevölkerung zu verzeichnen.
Quelle: Widerstand gegen Militärbasen (Hrsg.: Kampagne Stopp Air Base Ramstein - Nov. 2017)


 

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